Urban Energy Commons
Building Sufficient Futures Across Theory and Practice
Was geschieht beim Betätigen eines Lichtschalters? Ungleiche Systeme, Stromnetze – Strom fliesst nahezu widerstandslos. Reibungslos – aus den Augen, aus dem Sinn. Blanke Visionen urbaner Energiezukünfte leuchten auf, ohne dass der systemische Wandel im Top-Down-Stil mit den materiellen Auswirkungen verknüpft würde. Lücken inmitten der Diskurse, Lücken im Design, verzögerte Wunschrealitäten. Das ist der Kontext meiner gestalterischen Auseinandersetzung mit dem Thema der Suffizienzpolitik, bei der ich Humangeografie und Industrial Design miteinander verbinde. Ich schlage das Konzept eines städtischen Energie-Commons vor, ergänzt durch im Prozess entstehende Grenzobjekte: Video, Drucksachen und eine Wasseruhr. Denn den Schalter umlegen ist doch komplexer, als es vielleicht scheint.
